
Eröffnung des "Allianz Stiftungsforum Pariser Platz"
Am 24. Juni 2008 wurde das "Allianz Stiftungsforum Pariser Platz" mit einer prominent besetzten Podiumsdiskussion eröffnet. Zum Thema "Für eine Kultur der Nachhaltigkeit" referierten und diskutierten:
- Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE
- Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien
- Jakob von Uexküll, Begründer des Alternativen Nobelpreises
- Peter Maffay, Sänger und Stifter
- Martin Roth, Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
- Dieter Stolte, ehem. ZDF-Intendant, Kuratoriumsvorsitzender der Allianz Umweltstiftung
- Christina Weiss, ehem. Staatsministerin für Kultur und Medien
- Moderation: Tina Mendelsohn, 3sat kulturzeit.
Gruppenbild mit Dame (v.l.n.r.): Peter Maffay, Christina Weiss, Michael Diekmann, Martin Roth, Dieter Stolte, Jakob von Uexküll. Im Hintergrund: die Quadriga auf dem Brandenburger Tor. (Alle Fotos: Frank Ossenbrink)
Nachbericht über die Eröffnung des Stiftungsforums:
Eröffnung des "Allianz Stiftungsforum Pariser Platz"- neue, offene Plattform für eine Kultur der Nachhaltigkeit
Quelle: allianz.com
Voll besetzt
Es war ein herrlicher Sommerabend, und die Konkurrenz war groß: Gleich um die Ecke, an der Straße des 17. Juni, hatte gerade die Fanmeile zum Halbfinale der Fußball-EM eröffnet – und das kulturelle Berlin lockte an diesem spielfreien Tag mit vielen Angeboten. Dennoch waren die Sitzreihen im Eugen Gutmann-Haus von Allianz und Dresdner Bank am 24. Juni 2008 zur Eröffnungsveranstaltung des "Allianz Stiftungsforum Pariser Platz" voll besetzt. Und auch auf den Stufen hatten die zahlreich erschienen Gäste Platz genommen – eine sehr positive Resonanz auf die Gründung der gemeinsamen Plattform der Stiftungen von Allianz und Dresdner Bank.
Stiftungsengagement von entscheidender Bedeutung
Kulturstaatsminister Bernd Neumann machte in seinem Grußwort klar, dass der Anlass jede Aufmerksamkeit verdient: "Tue Gutes und rede drüber: Ich kann daran nichts Verwerfliches entdecken", sagte er und lobte den besonderen Ansatz des neuen Stiftungsforums: "Dass Unternehmen und Stiftungen sich selbst eine Bühne schaffen, das gab es schon. Aber dass sie einen offenen Ort des Austauschs bieten – das ist neu." Das Engagement von Stiftungen sei von entscheidender Bedeutung: "Ohne solche Unterstützungen lassen sich nachhaltige Projekte nicht verwirklichen."
Und um eine "Kultur der Nachhaltigkeit" geht es auch im Allianz Stiftungsforum, an diesem Eröffnungsabend, aber auch in Zukunft, denn viele weitere Veranstaltungen werden folgen.
Wirtschaftlicher Erfolg und unternehmerische Verantwortung
Dazu Allianz CEO Michael Diekmann in seiner Eröffnungsrede: "Wir wollen das Forum nicht nur für unsere Stiftungen nutzen, sondern wir machen die Türen weit auf für Veranstaltungen anderer Stiftungen und Institutionen." Zudem verwies er darauf, dass wirtschaftlicher Erfolg und unternehmerische Verantwortung eng zusammengehören und gemeinsam die Grundlage für ein nachhaltiges Geschäftsmodell bilden.
Mit der Gründung ihrer Stiftungen stünden Allianz und Dresdner Bank in der besten Tradition deutscher Wirtschaftunternehmen. Er bezog sich dabei auf den Dreiklang unternehmerischer Verantwortung: "Gemeinnützige Stiftungsarbeit, darauf aufbauend das Stiftungsforum als offene Bühne und Dialogplattform mit unseren Partnern und marktwirtschaftliche Lösungsansätze für globale Herausforderungen als zentrales Element unternehmerischer Verantwortung."
Hochrangige Gäste
Unter den Premierengästen waren nicht nur viele Abgeordnete des Bundestages sowie des Berliner Abgeordnetenhauses, von Stiftungen, Politik, Gesellschaft, Medien und Kultur, sondern auch hochrangige Vertreter der vier Stiftungen des Allianz Stiftungsforums. Ignes Ponto, die Witwe des ermordeten Vorstandssprechers der Dresdner Bank Jürgen Ponto und Mitbegründerin der Jürgen Ponto-Stiftung, gehörte ebenso zu den Ehrengästen wie Dr. Wolfgang Röller, Kuratoriumsvorsitzender der Jürgen Ponto-Stiftung und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Dresdner Bank.
Auch die Gremien der Allianz-Stiftungen waren hochkarätig vertreten mit Dr. Henning Schulte-Noelle, Kuratoriumsvorsitzender der Allianz Kulturstiftung und Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz SE und mit Prof. Dieter Stolte, Kuratoriumsvorsitzender der Allianz Umweltstiftung, der auf dem Podium mitdiskutierte.
Globale Herausforderungen
Jakob von Uexküll, der Gründer des Alternativen Nobelpreises und des World Future Council, machte mit seiner Keynote den Auftakt. Er sprach zum Thema "Globale Herausforderungen: welche Antworten sind notwendig?" und diskutierte anschließend mit Christina Weiss, der ehemaligen Kulturstaatsministerin und Vorsitzenden des Vereins der Freunde der Nationalgalerie, Martin Roth, dem Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Kuratoriumsmitglied der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, sowie dem Sänger Peter Maffay, der sich mit seiner Stiftung vor allem um die Förderung benachteiligter Kinder kümmert.
Chancen und Risiken der globalisierten Welt
Die Runde war sich schnell einig über die gestiegene Bedeutung von Stiftungen im gesellschaftlichen und unternehmerischen Kontext, aber auch über Chancen und Risiken der globalisierten Welt. "Wir müssen umdenken, und zwar sofort": Diesem flammenden Appell Jakob von Uexkülls schlossen sich alle auf dem Podium an, doch über den richtigen Weg entspann sich eine lebhafte Diskussion.
Ethisches Handeln, Solidarität und Respekt
Dieter Stolte trat für einen "individuellen Ansatz" ein: "Ethisches Handeln fängt bei jedem einzelnen an." Peter Maffay, der sich in seiner künstlerischen Arbeit auch für den internationalen Dialog stark macht, forderte mehr Raum für "moralische Begriffe wie Solidarität und Respekt" in unserer Gesellschaft, die vor der Aufgabe stehe "die Ränder wieder in die Mitte zu bewegen".
Mehr Globalisierung
Martin Roth, der mit seinen Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gerade eine umfassende Zusammenarbeit mit chinesischen Museumsmachern erprobt, sagte: "Wir brauchen sogar mehr Globalisierung – in der Bildung und in der Kultur." Dialoge eröffnen, Brücken bauen: Kunst und Kultur seien dazu die geeigneten Mittel, fand auch Christina Weiss: "Visionen sind es, die unsere Zukunft beschreiben – und die Kultur hat die Kraft, dafür die Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen zu beschreiben." Das klang fast schon wie ein Leitsatz für das neu eröffnete Stiftungsforum.
Stiftungsforum
Denn die Eröffnung war erst der Auftakt für das Allianz Stiftungsforum. So wird künftig der neu gestiftete Klimapreis der Allianz Umweltstiftung im Eugen Gutmann-Haus verliehen werden, und auch anderen wird das Haus am Pariser Platz offen stehen.
Musikalisch wurde der Abend von Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung umrahmt.