
Kunst in den Herrenhäuser Gärten in Hannover
Es war das letzte Werk der weltbekannten Künstlerin Niki de Saint Phalle: Nach ihren Plänen wurden das Innere der Grotte in den Herrenhäuser Gärten mit Mosaiken aus buntem Glas und Spiegeln, mit Kieseln und zahlreichen plastischen, bunt bemalten Figuren geschmückt. Ein Kunstwerk, das Heiterkeit und Magie ausstraht - und bereits Hunderttausende in seinen Bann gezogen hat.
Gärten
Zu den liebenswerten Kostbarkeiten der Landeshauptstadt Hannover gehören die Königlichen Gärten des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schlosses Herrenhausen. Im barocken Großen Garten der ehemaligen Sommerresidenz stehen mit der großen Kaskade und der Grotte die beiden ältesten und fast noch original erhaltenen Bauwerke.

Grotte
Die Grotte ist ein 1676 errichtetes, 1820 mit einer klassizistischen Fassade versehenes, bescheiden anmutendes Haus. Die drei Innenräume der Grotte waren als "Raum der Verzauberung" gestaltet, üppig ausgestattet mit einem Mosaikfußboden aus Feuerstein sowie kleinen Fontänen. Die Wände funkelten und blitzten durch Muscheln, zahllose Kristalle, glitzernde Mineralien und Glas. Doch wegen Feuchtigkeit musste der Schmuck bald entfernt und das Gebäude geschlossen werden. Mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung konnte die Grotte von 2001 bis 2003 nach den Plänen der weltbekannten Künstlerin Niki de Saint Phalle neu ausgestaltet werden.
Der achteckige Mittelraum und die beiden rechts und links anschließenden Räume der Grotte sind durch Mosaike aus buntem Glas und Spiegeln, mit Kieseln und zahlreichen bemalten, plastischen Figuren mit dem Thema "Das Leben des Menschen" geschmückt.
Der Ursprung des Großen Gartens in Hannover Herrenhausen geht bis auf das Jahr 1638 zurück, als Herzog Georg von Calenberg nahe des Dorfes Höringehusen einen Garten mit Gebäuden errichten ließ. Sein Sohn Johann Friedrich benannte den Ort dann in Herrenhausen um und baute ein Schloss mit Lustgarten.
Information
Zum Projekt sind die Broschüre "Gartenkunst und Sinneslust: Niki de Saint Phalles Grotte in Herrenhausen" und das Faltblatt "GartenKunst" erschienen, die bei der Allianz Umweltstiftung angefordert werden können.
Projektpartner
- Stadt Hannover, Grünflächenamt (Bauherr)
- Niki de Saint Phalle, St. Diego und Pierre Marie Lejeune, Paris (Künstler).
Weitere Förderer
- Niedersächsische Lottostiftung, Hannover
- Region Hannover
- EnerCity, Hannover;
- Deutsche Messe AG, Hannover
- Mövenpick Restaurants
- Stiftung Niedersachsen, Hannover.
Ort
30419 Hannover, Großer Garten Herrenhausen, Grotte.
Status
Abgeschlossen.
© Niki de Saint Phalle 2002