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Allianz Umweltstiftung
 
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Die Mittelgebirgsregion "Thüringer Wald" wird von einer Vielzahl kleinerer Fließgewässer durchzogen. In deren Quellbächen und Bachoberläufen leben zahlreiche speziell an diesen Lebensraum angepassten Tiere und Pflanzen, wie z.B. der Feuersalamander, die Bachforelle oder das Bachneunauge. Im Rahmen des Projektes werden mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung Fließgewässer einschließlich ihrer Auenbereiche von der Quelle bis zur Mündung renaturiert. Ziel- und Leitart für das Vorhaben ist der Feuersalamander.

Artenschwund in den Bächen des Thüringer Waldes
In den letzten Jahren sind viele der für die Fließgewässer im Thüringer Wald typischen Tierarten seltener geworden. Ein Grund hierfür ist, dass der Fichtenbestand im Thüringer Wald vielerorts bis an die Ufer der Bachläufe heranreicht. Die nur schwer abbaubare Fichtennadel verursacht einen Nahrungsmangel für die Kleinlebewesen, die wiederum für die räuberisch lebenden Arten wie den Feuersalamander ein wichtiges Nahrungsmittel sind. Zudem gibt es durch regelmäßiges Aufräumen in den Bächen kaum noch Totholz und damit einen Rückgang von naturnahen Gewässerstrukturen. Ein weiteres Problem ist, dass die unter vielen Forstwegen eingebauten Rohrdurchlässe oftmals zu gering dimensioniert sind und dadurch für zahlreiche im Wasser lebende Tiere ein Wanderhindernis darstellen.

Maßnahmen zur Renaturierung
In Thüringen werden Maßnahmen in Quellbachbereichen und in den Oberläufen von Bächen nicht im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie berücksichtigt. Deshalb wurden in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Modellprojekten erfolgreich verschiedene Einzellösungen zur Renaturierung von Waldfließgewässern und deren Auen erforscht. Diese Erkenntnisse und Ansätze werden nun in dem vorliegenden Projekt in einem Gesamtprojekt zusammengefasst und großflächig umgesetzt.

Feuersalamander als Indikator-Art
Im Rahmen des Projektes werden in Kooperation mit der Naturstiftung David, der Forst- und Naturschutzverwaltung des Freistaates Thüringen sowie der vor Ort tätigen Naturschutzgruppen Fließgewässer auf einer Länge von ca. 40 Kilometern einschließlich ihrer Auen von der Quelle bis zur Mündung renaturiert. Ziel- und Leitart des Projektes ist der Feuersalamander. Er lebt im Winter und im Sommer gerne an Felsschutthängen, die die Ufer vieler Bächen bilden. Seine Nahrung findet er bevorzugt an Waldsäumen und in Bergwiesen, zur Fortpflanzung benötigt er kleine Waldbäche. Daher ist der Feuersalamander ein ideale Indikatorart für das gesamte Ökosystem Fließgewässer und Aue.

Verknüpfung der Maßnahmen
Neben der eigentlichen Renaturierung der Waldfließgewässer werden jeweils Maßnahmen in den Auen wie z.B. Waldumbau und Erhaltung der Bergwiesen sowie an den Hängen - z.B. Entwicklung lichter Waldlebensräume, Waldumbau an den Hängen - umgesetzt. Damit wird der Verzahnung von Fließgewässern und Auen Rechnung getragen. Bei der Beseitigung von Rohrdurchlässen wird der Schwerpunkt bei der Errichtung von Furten liegen.
Vielfältige Umweltkommunikation
In das Projekt werden verschiedene Ansätze zur Umweltbildung miteinbezogen. Der Sympathieträger Feuersalamander soll Aufmerksamkeit für das Projekt wecken und zum Mit- und Nachmachen anregen. Eine Kooperation mit Schulen ist ebenfalls vorgesehen.
Status
In Vorbereitung.

Foto: Thomas Stephan
 
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