Wasser, Weißtanne und Pavillons
Nach einem Jahr Planung und Bau war es gestern so weit: Von Alphornbläsern begleitet wurden die neuen Info-Pavillons am Eistobel eingeweiht. Ob Landwirtschaftsminister, Bürgermeister oder Stiftungsvorstand - alle lobten die neuen Gebäude und die gute Zusammenarbeit beim Projekt.

München, 25. Mai 2007
Architektonischer Denkanstoß
Einen "architektonischen Denkanstoß auf den wir alle stolz sind" nannte Johann Zeh in seiner Eigenschaft als Vorsitzender von Impuls Westallgäu 10 die neuen Eistobelpavillons bei der Einweihung. Als Bestandteil der über Leader geförderten "Westallgäuer Wasserwege" und Projekt der Allianz Umweltstiftung erhielt der Eistobel mit den Pavillons einen neuen attraktiven Eingangsbereich.
Staatsminister Josef Miller kam zur Einweihung nach Grünenbach und geizte nicht mit Lob für das Besucherinformationszentrum. "So einen schönen Nachmittag habe ich selten erlebt", freute sich der Minister nach der Einweihung. Dieser Satz fasste die fröhliche Stimmung treffend zusammen.
Launige Anekdoten
Mit Humor und launigen Anekdoten aus der Geschichte der Eistobelerschließung brachte Olaf Hoffmann, Bürgermeister von Grünenbach und Vorsitzender der Eistobelfördergemeinschaft, die Gäste schon bei der Begrüßung zum Lachen. Ihm hat es vor allem der Film angetan, den Wilfried Frenzel im Auftrag der Allianz Umweltstiftung über den Eistobel gedreht hat und der zukünftig im Medienraum laufen wird. "Sie haben ein Stück Heimat eingefangen", lobte er.
Wie Hoffmann betonte auch Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit. Er hob die Flexibilität der beteiligten Planer und Verantwortlichen hervor. "Sie haben auch ungewöhnliche Anregungen der Stiftung offen aufgenommen", lobte er. Lust auf Natur zu wecken ist das Ziel, das die Stiftung mit ihren Projekten verfolgt. Nicht mit erhobenem Zeigefinger sondern mit Begeisterung wolle man gerade Kinder und Jugendliche auf die Natur einstimmen, so Spandau.
Das ist für Minister Miller ein ebenso wichtiger Aspekt. "Was haben wir als Kinder draußen gespielt und Wasser hatte immer große Anziehungskraft", erinnerte er sich. Er wünsche sich eine größere Wertschätzung des Wassers, das woanders sehr rar sei.

Ministerliche Anerkennung
Ministerliche Anerkennung gab es auch für die Verwendung der Weißtanne bei den Pavillons, da diese wegen des Klimawandels künftig mehr Bedeutung erlangen werde.
Dass Geistlicher Rat Pfarrer Herbert Mader und sein evangelischer Kollege Pfarrer Bohne das Gebäude segneten, freute den Minister besonders. Mit der Musikkapelle Grünenbach und den Alphornbläsern Maierhöfen erhielt die Einweihung einen musikalischen Rahmen.
Quelle: Der Westallgäuer, Rau.