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Allianz Umweltstiftung
 
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Bei Baumaschinen sehen Naturschützer meistens rot. In Bergen an der Dumme war das gestern anders - hier wird ein Bagger bei der Renaturierung des Flüsschen Dumme eingesetzt. Die Allianz Umweltstiftung unterstützt das Pilotprojekt.


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München, 6. Oktober 2005
Mitten auf einer Landzunge stand der rote Bagger des Unterhaltungsverbandes bereit, um einen toten Nebenarm der Dumme wieder an das Fließgewässer anzuschließen. Vor der Maschine hatten allerdings die Initiatoren und Förderer des Projektes ihren Auftritt.
Kleines Projekt
Das nach den Worten von Eckart Krüger von der Karl-Kaus-Stiftung „eher kleine Projekt“ habe einen großen Helfer gefunden: Die Allianz Umweltstiftung unterstütze das Vorhaben mit 50.000 Euro. In den nächsten Wochen würden im Bereich der Dumme unterhalb von Bergen zwei Altarme wieder an den Fluss angeschlossen. Außerdem sollen als Ausgleich für frühere Ausbaggerungen mehrere hundert Tonnen Kies in den Flusslauf eingebracht werden. Dadurch erhoffe man sich eine deutliche Verbesserung der Lebensbedingungen für Bachforelle und andere Fisch- und Amphibienarten.

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Im zweiten Anlauf
Bergens Bürgermeister Bernd Buchwald erinnerte daran, dass ein Projekt zugunsten der Bachforelle nicht neu ist. Der örtliche Angelverein hatte es bereits vor mehr als zwölf Jahren entwickelt. Doch der erste Anlauf scheiterte sowohl an der Verwaltung als auch am mangelnden Geld. Der zweite Anlauf gelang, weil die Allianz Umweltstiftung das Projekt im Rahmen ihres Förderschwerpunktes „Lebendige Gewässer“ unterstützt, berichtete deren Projektmanager Peter Wilde.
An dem Bergener Vorhaben machte bei der Stiftung vor allem die Beteiligung der verschiedenen Institutionen und Interessenvertretungen Eindruck. Oft werde man um die Förderung von Projekten gebeten, bei denen deutlich ist, dass sie außer von ihrem Erfinder von niemandem sonst unterstützt werden. Das sei in Bergen völlig anders, lobte Wilde.
Hochwasserschutz
Joachim Seitz, Vorstandsmitglied der Karl-Kaus-Stiftung erläuterte den Beitrag des Projektes zum Hochwasserschutz. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Politik des Vertiefens und Begradigens von Gewässern nicht erfolgreich war. Hochwasserschutz müsse an den Oberläufen beginnen und ein gesamtes Gewässersystem betrachten, nicht nur einzelne Streckenabschnitte.
Baggern
Nach den Redebeiträgen kam dann schließlich der Bagger zum Einsatz. Damit die Dumme in Teilbereichen wieder ihre ursprüngliche Gewässerdynamik erhält, wird in den nächsten Tagen zuerst an zwei Altarmen der Schlick ausgebaggert. Anschließend werden diese beiden Mäander wieder an den Flusslauf der Dumme angeschlossen. In einem dritten Schritt werden dann der Kies sowie Baumstämme und Störsteine in das Gewässer eingebracht.
 
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